Sühnekapelle QR

Sühnekapelle

I m Jahre 1883, in der Nacht vom 27. zum 28. Juni, wurde in die Hoistener Kirche St. Peter, damals zuständiger Pfarrer Stein (von 1869 bis 1889) eingebrochen. Gestohlen wurden verschiedene Wertgegenstände, welche zum Zelebrieren der Heiligen Messe dienten. Unter den gestohlenen Gegenständen war ein goldener Kelch, gefüllt mit gesegneten Hostien. Einige Tage später fanden vermutlich spielende Kinder die Hostien unversehrt an der Stelle wieder, wo später die Sühnekapelle errichtet wurde.

Als Dank für die wiedergefundenen Hostien und zur Sühne des entstandenen Frevels, sammelte die Hoistener Bevölkerung Geld für den Bau einer Kapelle. Leider wurde dieses Vorhaben durch den Kirchenbrand im Jahre 1885 unterbrochen. Erst im Jahre 1895 wurde dann das Vorhaben, eine Kapelle zu bauen verwirklicht. Damals war Pfarrer Westerhove (1889 bis 1903) zuständig. Am 15. September 1895 wurde das Grundstück, auf welchem die Hostien gefunden wurden, für 12 Reichsmark von dem Eigentümer Gerhard Klerx an die Hoistener Pfarre verkauft. Danach begann der Bau der Kapelle, welche dann vermutlich im Jahre 1896 fertiggestellt war und Sühnekapelle benannt wurde. Die Kapelle diente jahrelang als eine der vier Hauptstationen der Fronleichnam, bis die Verkehrssituation auf der Villestr. eine Prozession zur Kapelle nicht mehr zuließ.

D ie gesamte Bauform der Kapelle ist bis auf das Steinkreuz, welches sich auf der Giebelspitze befand und durch ein Unwetter zerstört wurde, noch heute erhalten. Das Steinkreuz wurde durch ein schmiedeeisernes Kreuz mit Wetterhahn am 07.05.1994 durch die Regimentsfahnenkompanie der St.Hubertus Schützenbruderschaft Hoisten ersetzt. Im Laufe der Jahre wurde die Sühnekapelle mehrmals restauriert. Die letzte große Restaurierung erfolgte im Jahre 1989 durch den CDU-Ortsverband Hoisten, die Freiwilligen Feuerwehr Hoisten, das Grenadieregimet, Nötre Hahne“ (Außenanlage) und die Regimentsfahnenkompanie (Inneneinrichtung und Bausubstanz)

Am 16.07.1998 wurde die Sühnekapelle auf Initiative der Heimatfreunde in die Denkmalliste eingetragen. Seit dem 21.09.1998 steht die Kapelle unter Denkmalschutz und bleibt uns somit erhalten. Am 08.11.1999 wurde der Wetterhahn gestohlen. Nachdem am Vortag auf das Dach der Sühnekapelle ein vom Wind verwehtes Transparent der Bürgerinitiative „Pro Hoisten“ geflogen war, ist nach der Entfernung des Plakates aufgefallen, dass der Wetterhahn auf der Dachspitze fehlte. Eine Suche im näheren Umfeld blieb erfolglos. Bis heute wurde nicht geklärt, wo der Wetterhahn geblieben ist.

Dank gilt allen Hoistener, die sich für die Pflege und Erhaltung der Sühnekapelle bis heute einsetzen. Wie die Pfarrgemeinde Sankt Peter Hoisten, das Scheibenschützencorps, die Regimentsfahnenkompanie, die freiwillige Feuerwehr, der CDU-Ortsverband, die Anlieger der Alten Uferstraße, sowie Familie Wierig bereits in der 3 Generation.

Die Bildergalerie dazu ist hier: